Was ist mein altes Auto noch wert? So entsteht der Restwert
Zeitwert, Restwert, Schrottwert: was den Wert eines Altautos bestimmt, eine Beispielrechnung zum Materialwert und Tipps für ein realistisches Angebot.
- Veröffentlicht
- Aktualisiert
- Lesezeit
- 2 Minuten
Kurz gesagt
„Was bekomme ich noch für mein altes Auto?“ Das ist die häufigste Frage, die uns erreicht. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an – aber nicht auf Zufall. Der Restwert setzt sich aus nachvollziehbaren Bausteinen zusammen.
Zeitwert, Restwert, Schrottwert: die Begriffe
- Zeitwert ist der Marktwert eines intakten Fahrzeugs zu einem bestimmten Zeitpunkt.
- Restwert ist der Betrag, den ein beschädigtes oder sehr altes Fahrzeug noch erzielt. Der Begriff taucht auch in Unfallgutachten auf.
- Schrottwert ist der reine Materialwert – also das, was das Auto als Rohstoff wert ist.
Die drei Quellen des Restwerts
1. Materialwert. Ein Pkw besteht zum größten Teil aus Stahl und Eisen, dazu kommen Aluminium, Kupfer und die Platinmetalle im Katalysator. Der Wert schwankt mit den Rohstoffpreisen.
2. Wert wiederverwendbarer Teile. Motor, Getriebe, Türen, Scheinwerfer oder Steuergeräte gängiger Modelle gehen bei Verwertungsbetrieben als Gebrauchtteile zurück in den Kreislauf.
3. Weiterverwendung als Fahrzeug. Viele ältere Autos erhalten im Ausland ein zweites Leben. Nach Angaben des Umweltbundesamts wurden 2023 rund 2,3 Millionen Gebrauchtfahrzeuge aus Deutschland exportiert. Ist ein Modell dort gefragt, liegt der Restwert oft deutlich über dem Schrottwert.
Beispielrechnung: der Materialwert eines Kompaktwagens
Die folgende Rechnung ist eine vereinfachte Illustration mit angenommenen Werten, keine Preisangabe:
| Position | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Leergewicht | 1.200 kg | – |
| Anteil Stahl und Eisen | rund zwei Drittel | ca. 800 kg |
| Angenommener Stahlschrottpreis | 200 € pro Tonne | ca. 160 € |
| Katalysator | abhängig von Typ und Edelmetallgehalt | stark schwankend |
| Abzüge | Transport, Trockenlegung, Entsorgung der Reststoffe | – |
Vom reinen Materialwert bleibt nach Abzug der Kosten für Abholung, Trockenlegung und die Entsorgung nicht verwertbarer Reste oft nur wenig übrig. Deshalb entscheidet bei vielen Fahrzeugen nicht der Schrott, sondern der Teile- und Weiterverkaufswert über den Preis.
Was den Restwert erhöht
- ein gefragtes Modell mit Exportmarkt
- vollständige Papiere und ein gepflegtes Serviceheft
- Fahrbereitschaft, auch mit Mängeln
- ein intakter Antrieb aus Motor und Getriebe
- Originalteile, insbesondere der Katalysator
Was den Restwert senkt
- fehlende oder ausgebaute Teile
- starker Rost an tragenden Teilen
- Brand- oder Hochwasserschäden
- ausgelöste Airbags bei jüngeren Fahrzeugen
- ein schwer zugänglicher Stellplatz, der den Abtransport aufwendig macht
So bekommen Sie ein realistisches Angebot
- Genaue Angaben machen: Marke, Modell, Baujahr, Motorisierung, Laufleistung und bekannte Schäden.
- Fotos schicken: alle vier Seiten, Innenraum, Tacho, Schäden im Detail und den Fahrzeugschein.
- Ehrlich sein: Verschwiegene Mängel fallen bei der Abholung auf und führen nur zu Nachverhandlungen.
- Nichts ausbauen: Wer vor dem Verkauf Katalysator, Räder oder Batterie entfernt, verliert meist mehr, als er gewinnt.
- Vergleichen: Holen Sie ruhig mehrere Angebote ein – und achten Sie dabei auf versteckte Abholgebühren.
Unser Angebot erhalten Sie kostenlos und unverbindlich per WhatsApp, Formular oder Telefon. Hat Ihr Auto keinen Restwert mehr, bleibt die Verschrottung trotzdem kostenlos.
Häufige Fragen
Warum bekomme ich für mein Auto kein Geld, obwohl es aus Metall ist?
Weil vom Materialwert die Kosten für Abholung, Trockenlegung, Schadstoffentsorgung und die Verwertung der Reststoffe abgehen. Bei kleinen, alten Fahrzeugen bleibt davon oft wenig übrig – die Verschrottung ist bei uns trotzdem kostenlos.
Lohnt es sich, den Katalysator vorher auszubauen?
Nein. Ein fehlender Katalysator senkt den Restwert meist stärker, als der Ausbau einbringt. Außerdem sollte ein Altfahrzeug bei der Übergabe im Wesentlichen vollständig sein.
Wie lange gilt ein Restwert-Angebot?
Rohstoff- und Exportpreise schwanken. Ein Angebot gilt deshalb meist für einen begrenzten Zeitraum – fragen Sie nach, bis wann.